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2 Die Geschichte

Die Ernte des Treibtangs

Dastum ar bezhin-peñse

Es handelt sich um Algen aller Arten, die vom Meer nach Schlechtwetter losgerissen werden und an der Küste stranden. Der Treibtang (goémon épave) wird auf Bretonisch mit verschiedenen Bezeichnungen benannt: bezhin-torr, bezhin-peñse, bezhin-avel, tali-Ebrel, aber auch sart d’épave südlich der Loire oder varech in der Normandie.

Die Anlandungen sind besonders reichlich im März und April, zu der Zeit, in der sich der alte Wedel der Laminaria hyperborea, oder tali-Ebrel, der Apriltang, ablöst.

Solange er noch nicht gestrandet ist, stürzen sich die Männer mit ihrem großen Rechen, dem rastell-aod, ins Wasser, um sich so viel wie möglich davon anzueignen. Von den Bauern zur Bodenanreicherung sehr begehrt, ist er auch bei den Tangsammlern sehr gefragt. Verascht ergibt er Soda. Im Süden des Finistère bildete er fast während der gesamten Saison den Hauptteil der Algenernte.