10 Die Geschichte
Die Tangöfen
Ar fornioù bezhin
In den Dünen entsprechend der Richtung der vorherrschenden Winde angelegt, sind es lange, mit Steinen ausgelegte Gräben von mehreren Metern Länge, schmal und von geringer Tiefe.
Von Juni bis September verbrennen die Tangsammlerfamilien dort mehrere Tage hintereinander die trockenen Algen. Die Verbrennung verläuft langsam und erzeugt einen dichten, beißenden Rauch. Mithilfe von Werkzeugen namens pifoun wird die Asche geknetet, bis eine kompakte Masse entsteht, die man dann abkühlen lässt. So erhält man Sodabrote (pains de soude).
Um die Sodabrote leichter aus der Form zu lösen, können die Öfen durch quer angeordnete und mit Lehmfugen abgedichtete Steine in Kammern unterteilt werden.
Die Sodabrote, die bis zu 70 kg wiegen, werden anschließend zur Verarbeitung an die Fabriken geliefert.